WEKA QM - Software, Ratgeber und Schulungen

Risikomanagement

Risikomanagement
Quelle: NicoElNino / iStock / Thinkstock

Überblick

Das Aufdecken von Risiken und die Einleitung von Maßnahmen zur Risikovermeidung sind erstrangiges Anliegen eines umsichtigen Managements. Risikomanagement wird daher, gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen, zunehmend zu einem kritischen Erfolgsfaktor, egal ob im produzierenden Gewerbe oder im Dienstleistungssektor.

 

Definition

Unter Risikomanagement (engl. "risk management") versteht man den planvollen Umgang mit Risiken, also die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit Risiken im Unternehmen. Es umfasst die Phasen

Diese Regelungen und Maßnahmen werden in einem Risikomanagementsystem organisiert.

Gemäß ISO 31000 ist das Risikomanagement der systematische Ansatz zur Steuerung und Lenkung aller Unternehmensprozesse unter Berücksichtigung des Risikoaspekts. Dabei ist es wichtig, dass alle Prozesse innerhalb des definierten Rahmens einer Betrachtung unterzogen und die Verfahren identifiziert werden, die mit Risiken verbunden sind. Durch die Koordination von Lenkung und Steuerung von Risiken ist das Risikomanagement eine zentrale Aufgabe im Unternehmen.

 

ISO 31000

Ganzheitliches Risikomanagement gewinnt in der heutigen Zeit durch die immer komplexeren Risiken, die Unternehmen beherrschen müssen, mehr und mehr an Bedeutung. Bislang verfügen nur wenige Unternehmen über ganzheitliche Betrachtungsweisen oder gar Managementsysteme, welche sämtliche Prozesse und Ebenen im Unternehmen erfassen und analysieren. Reaktive Steuerungssysteme und Intuition werden jedoch in Zukunft bei der steigenden Komplexität von Risiken nicht mehr ausreichen. Im sich verändernden Umfeld stellt Risikomanagement vermehrt einen kritischen Erfolgsfaktor dar.

Mit der Veröffentlichung der ISO 31000: "Risk management – Principles and guidelines" ist ein weltweit gültiger Standard für Risikomanagement geschaffen worden. Die ISO 31000 ist eine allgemein gehaltene Basisnorm, die Risikomanagement als Führungsaufgabe und nicht nur als Prozess definiert, die auf dem Prinzip des PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) basiert und die in einem ganzheitlichen Top-down-Ansatz versucht, alle Risiken und deren Bewältigung in einer Organisation zu berücksichtigen. Auch für die Umsetzung des risikobasierten Ansatzes der ISO 9001:2015 bietet die ISO 31000 ein sinnvolles Gerüst und praktikable Maßnahmen.

 

Risikomanagement im Unternehmen

Das Thema Risikomanagement gewinnt für die Unternehmen immer stärker an Bedeutung. Die Gründe dafür sind:

 

Risikomanagement umsetzen

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung eines Risikomanagementsystems sind in einer Reihe von Grundsätzen beschrieben. Diese Grundsätze sollten Basis für die Auseinandersetzung der Organisation mit Risiken sein. Zu Beginn der Einführung eines Risikomanagementsystems sollten die Grundsätze allen Beteiligten vorgestellt und intensiv mit ihnen besprochen werden. Dabei ist es wichtig, alle Ebenen der Organisation zu erfassen.

Diese Grundsätze sind somit nicht nur Grundlage für die Risikopolitik, die Unternehmensstrategie und Leitlinien sowie für die Werte einer Organisation, sondern für alle Aktivitäten im Risikomanagement. So können Sie konkret vorgehen:

Zu Beginn der Einführung eines Risikomanagements ist der Umfang zu definieren. Dabei wird festgelegt, für welche Bereiche oder Abteilungen, für welche Niederlassungen und Standorte oder ob für das gesamte Unternehmen ein Risikomanagement in Betracht kommt.

Prüfungsschritte:

  1. Sie erstellen ein Organigramm oder verwenden ein vorhandenes Organigramm, das alle Unternehmensbereiche abbildet. Im Rahmen eines Workshops beispielsweise versuchen Sie, alle Risiken für ein Unternehmen zu benennen. Listen Sie diese Risiken auf und ordnen Sie die Risiken den Bereichen der Organisation zu.
  2. Entscheiden Sie dann, welche Bereiche Sie mit einem Risikomanagement sicherer machen wollen und welche Risiken Sie zukünftig "im Griff" haben wollen. Konzentrieren Sie sich auf die bedeutenden Risiken, die zu ernsten Krisen für die Organisation führen können.
  3. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung auch die Meinung der Unternehmensleitung, insbesondere deren Wertvorstellungen und Unternehmensleitlinien.
  4. Berücksichtigen Sie die Meinung und Wertvorstellungen von Mitarbeitern oder externen Anspruchsgruppen. Führen Sie hierzu Gespräche mit internen und externen Anspruchsgruppen und berücksichtigen Sie die Ergebnisse der Gespräche bei den eigenen Entscheidungen.

 

Mit der WEKA Praxislösung Risikomanagement gelingt der Aufbau und die Führung eines wirksamen Risikomanagements.

Die Software macht mit einem ganzheitlichen Risikomanagement u.a. auch nach der Norm ISO 31000 sowie den wichtigsten Methoden und Werkzeugen vertraut und ermöglicht mit einer Ist-Analyse die erste Bewertung von Risikomanagement im eigenen Unternehmen. Sie kann als Umsetzungshilfe für die risikobasierten Anforderungen der ISO 9001:2015 dienen.

So profitieren Sie von der WEKA-Praxislösung "Risikomanagement":

Risikomanagement

Risikomanagement - Risiken rechtzeitig erkennen und sicher beherrschen!

Profitieren Sie außerdem von kompakten und verständlichen Erläuterungen, fertigen Verfahrensanweisungen, Musterformularen und Arbeitshilfen, um ganzheitliches Risikomanagement optimal in Ihre Unternehmensprozesse zu integrieren!

 

In Abschnitt 0.3.3 der ISO 9001:2015 ist das sog. risikobasierte Denken als Bestandteil der Norm erläutert. Danach sollen bei der Planung des QM-Systems Risiken und Chancen berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass das QM-System die beabsichtigten Ergebnisse erzielen kann, sodass unerwünschte Auswirkungen verhindert oder verringert werden, und um fortlaufende Verbesserungen zu erreichen. Die Begriffe "Risiko" und "Chance" tauchen entsprechend an vielen Stellen der ISO 9001:2015 auf.

Der Begriff "Risiko"

Wenn man von den vielschichtigen Risiken ausgeht, kann man Risiko als Gefahr eines Verlustes oder eines Schadens bezeichnen. Risiken können mit jeder unternehmerischen Aktivität ausgelöst werden. Risiken hindern Unternehmen daran, die Ziele zu erreichen bzw. die Strategien nicht erfolgreich umsetzen zu können.

Risiken sind Ungewissheiten

In Managementsystemen gibt es dann noch das Risiko als Gefahr einer Fehlentscheidung für die Unternehmen. Eine Fehlentscheidung könnte sein: bei Problemen eine Orientierung nur nach Innen durchzuführen und dies mit Entlassungen, Verkäufen von Unternehmensteilen usw. durchzuführen, anstatt sich nach Außen zu orientieren und dadurch den "Blick" für den Markt zu erhalten.

Verallgemeinert: Zu wenige Aufträge führen zur Orientierung nach Innen und zur Verzettelung der Kräfte auf die vielfältigen Probleme und der Kunde stört dann nur!

Vereinfacht zusammengefasst sind Risiken Ungewissheiten, und die sollten Sie kennen! Deshalb müssen Sie den Mitarbeitern die Risiken im Unternehmen verdeutlichen, Risikomanagement kann daher ein Teil eines Qualitätsmanagements sein.

Risiken und Chancen

Es ist für Unternehmen nicht möglich, risikolos Gewinne über einen längeren Zeitpunkt zu erwirtschaften. Risiken sind Gefahr und Erfolg zu zugleich. Durch den bewussten und kontrollierten Umgang mit den Risiken können jedoch Wettbewerbsvorteile realisiert werden. Risiken können negativ sein, sie müssen es jedoch zwangsläufig nicht. Durch falsche Schlussfolgerungen können sie auch verhindern, dass etwas Positives für das Unternehmen umgesetzt werden kann.

 

Risikomanagement als Frühwarnsystem

Risikomanagement als Frühwarnsystem
Quelle: Stocktrek Images / iStock / Thinkstock

Additiv wirken sich die viel zu langsamen Reaktionszeiten der Unternehmen und die tatsächlich zur Verfügung stehenden Zeiten negativ aus, um überhaupt noch reagieren zu können. Ein Risikomanagement ist demnach ein Frühwarnsystem mit Indikatoren, das es den Unternehmen ermöglicht, Risiken zu erkennen, bevor sie auftreten. Risiken werden dadurch zu Chancen!

Ein vorhandenes Risiko bedeutet jedoch nicht eine sofortige Bestandsgefährdung oder eine Schwächung des Unternehmens. Entscheidend können die Kombinationen aus vielen Einzelrisiken sein!

Harte und weiche Faktoren

Die harten Faktoren wie Produkt, Preise, Erlöse usw. werden durch Kennzahlen überwacht. Diese Kennzahlen, allein betrachtet, ermöglichen jedoch nicht unbedingt eine Risikoanalyse.

Für ein Risikomanagement sind die zusätzlichen weichen Faktoren, also der Erfolgsfaktor Mitarbeiter, für ein wirksames Risikomanagement unerlässlich. Es gilt daher, die Fachkompetenz und die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu aktivieren und das Risikobewusstsein zu fördern.

 

Umsetzung der Normforderung "risikobasiertes Denken"

 

Risikobasiertes Denken stellt eine allgemeine Forderung der aktuellen ISO 9001:2015 dar. Chancen und Risiken sollen auch auf Prozessebene durchgängig erfasst werden. Die Mitarbeiter spielen dabei als Wissens- und Erfahrungsträger eine entscheidende Rolle.

E-Learning – Risiken und Chancen nach ISO 9001

E-Learning – Risiken und Chancen nach ISO 9001 - Selbstlernkurs für Mitarbeiter und Führungskräfte

Befähigen Sie deshalb jetzt Ihre Mitarbeiter zur Ermittlung, Analyse, Bewertung und Behandlung der Risiken und Chancen aktiv beizutragen.

Nutzen Sie mit dem WEKA E-Learning-Kurs Risiken und Chancen nach ISO 9001.

Ihre Vorteile im Überblick

 

Risikomanagement - Software und Produkt-Tipps

WEKA bietet Ihnen für den Themenbereich Qualitätsmanagement praxiserprobte und rechtssichere Software und Fachinformationen. Nachfolgend möchten wir Ihnen dazu einige wichtige Lösungen zum Thema Audit / Internes Audit vorstellen.

 

 

WEKA Shop & Kunden-Service

Für mehr Informationen zum Thema Risikomanagement stehen Ihnen unsere erfahrenen Kundenberater unter der Nummer 08233 / 23-4050 zur Verfügung.

Für einen umfassenden Überblick über unsere QM Software-Lösungen und Fachinformationen wählen Sie bitte die nachfolgenden Links - Sie kommen direkt zur Produkt-Übersicht, in denen Sie die neueste QM-Software, Ratgeber, Vorschriften, E-Learning Schulungspakete usw. bestellen können.