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Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis

Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis
Quelle: © momius / fotolia

Überblick

Spätestens seit dem 01.01.2011 muss jede Zahnarztpraxis ein einrichtungsinternes QM-System eingeführt haben. Eine Zertifizierung des QM-Systems ist nicht Pflicht, auch die Art des Systems ist nicht vorgegeben. So gibt es unterschiedliche Modelle wie z.B. KTQ oder QEP. Einige Landeszahnärztekammern haben eigene Modelle entwickelt, wie z.B. das Zahnärztliche-Praxis-Management-System, kurz z-pms, der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe. Ein QM-System kann aber auch auf der Basis einer Norm aufgebaut werden, wie etwa der ISO 9001 oder der DIN EN 15224.

 

Die Anforderungen an das QM-System sind in der Qualitätsmanagement-Richtlinie des G-BA festgelegt. Diese erste Richtlinie (ZÄQM-RL) richtete sich nur an Vertragszahnärzte, sie wurde 2014 aktualisiert. Seit November 2016 ist die neue sektorenübergreifende Richtlinie QM-RL in Kraft getreten, sie wendet sich an vertragsärztliche Praxen und an Krankenhäuser.

Was deutlich erkennbar ist: Die Anforderungen an das QM in Zahnarztpraxen steigen und die Bedeutung des Qualitätsmanagements für die Patientensicherheit wird immer stärker betont. Geregelt werden Themen wie Notfallmanagement, Hygienemanagement, Beschwerdemanagement, Risikomanagement, Fehlermanagement, Schnittstellenmanagement, Patienteninformation und -aufklärung. Die Dokumentation in Form eines Praxishandbuchs ist weiterhin Pflicht.

In den Praxen wird Qualitätsmanagement häufig als notwendiges Übel angesehen. Wichtig ist jedoch, die Chancen für die Zahnarztpraxis zu erkennen und zu nutzen. Hier steht die Führung, also die Praxisleitung, in der Pflicht. Ihre Aufgabe ist es, das ganze Praxisteam zu motivieren, aktiv am Qualitätsmanagement teilzunehmen und ein Qualitätsbewusstsein zu entwickeln.

 

Rechtlicher Hintergrund

Jeder Zahnarzt bzw. jede Zahnarztpraxis ist verpflichtet, ein einrichtungsinternes QM-System einzurichten und – was ganz entscheidend ist – es auch weiterzuentwickeln. Die Grundlagen dieser Verpflichtung sind im Sozialgesetzbuch, ganz konkret § 135a SGB V verankert.

"§ 135a Verpflichtung zur Qualitätssicherung

(1) Die Leistungserbringer sind zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet. Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden.

(2) Vertragsärzte, medizinische Versorgungszentren, zugelassene Krankenhäuser, Erbringer von Vorsorgeleistungen oder Rehabilitationsmaßnahmen und Einrichtungen, mit denen ein Versorgungsvertrag nach § 111a besteht, sind nach Maßgabe der §§ 137 und 137d verpflichtet,

1. sich an einrichtungsübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung zu beteiligen, die insbesondere zum Ziel haben, die Ergebnisqualität zu verbessern und

2. einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln

[…]."

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 17.11.2006 Anforderungen an ein einrichtungsinternes QM erarbeitet. Die daraus resultierende Qualitätsrichtlinie vertragszahnärztliche Versorgung (ZÄQM-RL) ist am 31.12.2006 in Kraft getreten. Seit dem 01.01.2011 müssen Zahnarztpraxen ein QM-System installiert haben.

Die QM-Richtlinie wurde am 08.04.2014 aktualisiert, die aktuelle sektorenübergreifende QM-RL ist am 11.11.2016 in Kraft getreten und ersetzt die bisher geltende ZÄQM-RL. War die Aktualisierung der ZÄQM-RL im April 2014 eine Reaktion auf das Patientenrechtegesetz (Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten), das im Februar 2013 in Kraft getreten ist, so geht die aktuelle QM-RL noch ein weiteren Schritt hin zur Patientenorientierung.

 

Sektorenübergreifende QM-Richtlinie des G-BA: Patientenorientierung im Fokus

QM-Richtlinie des G-BA: Patientenorientierung im Fokus
Quelle: © Yuri Arcurs / Hemera / Thinkstock

Der G-BA hat am 17. Dezember 2015 in Berlin die Erstfassung einer sektorenübergreifend geltenden neuen Qualitätsmanagement-Richtlinie (QM-RL) beschlossen. Diese ist am 16. November 2016 in Kraft getreten. Ihr vollständiger Titel lautet "Richtlinie über grundsätzliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für Vertragsärzte, Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten, medizinische Versorgungszentren, Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte sowie zugelassene Krankenhäuser".
[➥ sehen Sie auch: Qualitätsmanagement-Richtlinie - QM-RL, Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss]

"Sektorenübergreifend" heißt, dass die Anforderungen an ein QM-System in Zahnarzt- und Arztpraxen, physiotherapeutischen Praxen, medizinischen Versorgungszentren und Kliniken in dieser neuen Richtlinie zusammengefasst sind. Die drei bis dato bestehenden Qualitätsmanagement-Richtlinien für den vertragsärztlichen, vertragszahnärztlichen und stationären Bereich werden von der neuen QM-RL abgelöst.

 

Wie ist die neue Qualitätsmanagement-Richtlinie aufgebaut?

Die Richtlinie gliedert sich in zwei Teile:

Kern der neuen Richtlinie sind die in Teil A aufgeführten Methoden und Instrumente als Bestandteile des Qualitätsmanagements, wie beispielsweise der Einsatz von Checklisten und Ablaufplänen oder die Regelung von Verantwortlichkeiten. Diese waren zum großen Teil bereits in der Richtlinie für die vertragszahnärztliche Versorgung (ZÄQM-RL) enthalten. Jetzt aber gibt die Richtlinie zu den einzelnen Methoden und Instrumenten Hinweise, wie diese im Qualitätsmanagement einer Einrichtung umgesetzt werden sollen bzw. können.

Sie führt unter den Zielen des Qualitätsmanagements (Teil A § 1 QM-RL) u.a. an:

Als Grundlegende Methodik (§ 2) wird in der aktuellen Richtlinie u.a. hervorgehoben, dass …

Die neue Richtlinie erweitert die Pflichten einer Gesundheitseinrichtung um Elemente, die aufgrund der gesetzlichen Änderungen als auch der Marktentwicklungen notwendig geworden sind.

 

Neuerungen der QM-RL für die Zahnarztpraxis

Folgende neue grundlegende Elemente und geregelte Prozesse werden gefordert:

Im Fall von Gemeinschaftspraxen oder medizinischen Versorgungszentren ist zu beachten, dass Bezugspunkt der QM-Anforderungen nicht die einzelne Vertragszahnärztin oder der einzelne Vertragszahnarzt ist, sondern immer die zahnärztliche Einrichtung als solche.

 

Welche Anforderungen der neuen Qualitätsmanagement-Richtlinie sind für Vertragszahnärzte relevant?

Die in der Richtlinie aufgeführten Methoden und Instrumente sind Bestandteile des Qualitätsmanagements, die verpflichtend angewendet werden müssen.

Allerdings lässt die Richtlinie hier einen Spielraum und gibt vor, dass auf die Anwendung einer Methode und/oder eines Instruments verzichtet werden kann, wenn dem die konkrete personelle und materielle Ausstattung bzw. die örtlichen Gegebenheiten oder sonstige medizinisch-fachlich begründete Besonderheiten der Leistungserbringung offensichtlich entgegenstehen.

Aber: Die Möglichkeit des Verzichts gilt nicht für die Mindeststandards des Risikomanagements, des Fehlermanagements und der Fehlermeldesysteme.

Selbstverständlich ist es der Zahnarztpraxis überlassen, weitere Instrumente und QM-Methoden in ihrem System anzuwenden.

 

Einrichtungsinternes QM-System einführen und weiterentwickeln

In Gesundheitseinrichtungen wie einer Zahnarztpraxis ist Qualitätsmanagement nicht nur gesetzlich gefordert, sondern wird auch in Teilen durch Praxisbegehungen der Behörden kontrolliert. Damit nimmt QM in jeder Praxis eine Schlüsselposition ein! Denn QM ist kein zusätzliches Regelwerk, das nebenher läuft. Vielmehr entspricht all das, was Sie in Ihrem QM-System beschreiben und vorgeben, in Wirklichkeit Ihrem realen Praxisalltag.

 

Muster-QM-Handbuch: QM-System in 6 Schritten einführen


In 6 Schritten zum QM-System, Quelle: © WEKA MEDIA GmbH & Co.KG

 

QM in der Zahnarztpraxis – Muster-QM-Handbuch

QM in der Zahnarztpraxis – Muster-QM-Handbuch: QM-System in Ihrer Praxis einführen und Anforderungen der QM-Richtlinie des G-BA und der ISO 9001:2015 erfüllen!

Mit QM in der Zahnarztpraxis – Muster-QM-Handbuch führen Sie ein wirksames und lebendiges QM-System in Ihre Praxis ein – und erfüllen die Anforderungen der QM-Richtlinie des G-BA!

Mit dieser Praxislösung erhalten Sie alles, um ein individuell auf den Bedarf Ihrer Praxis zugeschnittenes QM-System zu installieren und weiterzuentwickeln – und dies auf Basis der international anerkannten Norm ISO 9001 – und damit auch zertifizierbar.

Wir stellen Ihnen im WEKA-Muster-QM-Handbuch über 250 von Experten erarbeitete und praxiserprobte Vorlagen zur Verfügung.

Wählen Sie die Vorlagen aus, die Sie in Ihrer Praxis benötigen, und passen Sie diese entsprechend an. Worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie in den zugeordneten Tipps.

Mit den Checklisten zur Bewertung der Zahnarztpraxis verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick zur aktuellen Situation Ihrer Praxis – ein wichtiges Instrument auch bei bevorstehenden Behördenbegehungen.

Das bestätigt auch die DEKRA Certification GmbH, die das WEKA-Muster-QM-Handbuch einer Dokumentenprüfung unterzogen hat:

"Das Handbuch ist in seinem Aufbau und Ausführung exzellent gestaltet. Die praktischen Umsetzungstipps helfen bei der Einführung und Umsetzung des Qualitätsmanagement-systems ISO 9001:2015. Die Prozessbeschreibungen sind gut strukturiert mit klarer Regelung der Verantwortlichen und den entsprechenden Risikoblätter. In diesem QM-Handbuch findet man alles was eine Zahnarztpraxis braucht um ein erfolgreiches Qualitätsmanagementsystem einzuführen.

Die Anforderungen an die DIN EN ISO 9001:2015 sind erfüllt, ebenso die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses und die gesetzlichen Vorgaben."

 

Muster QM-Handbuch - Sehen Sie hierzu auch nachfolgendes Video:

 

 

Qualitätsbewusstsein

Qualitätsbewusstsein
Quelle: © yuriz / iStock / Thinkstock

Die aktualisierte Qualitätsmanagement-Richtlinie des G-BA stellt das Qualitätsbewusstsein aller Mitarbeiter in der Zahnarztpraxis stärker in den Fokus: "Die Vorteile von Qualitätsmanagement als wichtiger Ansatz zur Förderung der Patientensicherheit sollen allen Beteiligten bewusst gemacht werden. Eine patientenorientierte Prozessoptimierung sowie die Patientenzufriedenheit stehen im Mittelpunkt", so der Wortlaut.

Bevor man ein Qualitätsbewusstsein entwickeln kann, muss man jedoch zuerst verstehen, was Qualitätsmanagement überhaupt bedeutet. So mancher stellt sich sicher die Frage: Was hat das mit meiner Arbeit zu tun?

 

QM-Schulung in der Zahnarztpraxis – Qualitätsbewusstsein entwickeln

Schulungen in der Zahnarztpraxis sind nicht leicht zu organisieren, da diese den Praxisablauf stören und während der Arbeitszeit eigentlich nicht durchgeführt werden können. Darüber hinaus kann man im Praxisteam oder bei der Praxisleitung selbst kein Schulungs-Know-how voraussetzen, da dies nicht zum Aufgabenspektrum gehört. Vor allem nicht bei einem so komplexen Thema wie Qualitätsmanagement.

Hier bietet sich ein E-Learning-Kurs als optimale Schulungsmethode an. Die einzelnen Mitarbeiter können sich einzeln individuell schulen und dabei selbst ihr Lerntempo bestimmen.

E-Learning Kurs - QM in der Zahnarztpraxis

Das "E-Learning QM in der Zahnarztpraxis" erklärt das Thema QM an Beispielen aus dem Praxisalltag, Quelle: © WEKA MEDIA GmbH & Co.KG

 

Anhand von Beispielen aus dem Praxisalltag wird im "E-Learning QM in der Zahnarztpraxis" der abstrakte QM-Begriff erklärt und den Teilnehmern auf unterhaltsame Weise der Nutzen eines QM-Systems in ihrer Zahnarztpraxis – für das Team und die Patienten – verdeutlicht.

 

E-Learning Übungsaufgabe

"E-Learning QM in der Zahnarztpraxis": Der Nutzen eines QM-Systems mit standardisierten Prozessen wird anschaulich erklärt, Quelle: © WEKA MEDIA GmbH & Co.KG

So wird etwa der Vorteil von standardisierten Prozessen thematisiert:

Und gleichzeitig kommen Sie einer Forderung der neuen QM-Richtlinie nach, in der ausdrücklich die "Teilnahme an Fortbildungskursen zum einrichtungsinternen Qualitätsmanagement" empfohlen wird – und das ganz ohne den Praxisablauf zu stören.

Im E-Learning QM in der Zahnarztpraxis werden die folgenden Themen behandelt:

Die Schulung schließt mit einem Wissenstest ab, bei dem die Teilnehmer prüfen können, ob sie die Inhalte verstanden haben. Wenn 14 von 18 Testfragen richtig beantwortet werden, kann eine personalisierte Teilnahmebestätigung ausgedruckt werden. Mit dieser kann die Schulung dokumentiert werden.

 

 

QM in der Zahnarztpraxis - Software und Produkt-Tipps

WEKA bietet Ihnen für den Themenbereich Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis praxiserprobte und rechtssichere Software und Fachinformationen. Nachfolgend möchten wir Ihnen dazu einige wichtige Lösungen zum Thema QM in der Zahnarztpraxis vorstellen.

 

 

WEKA Shop & Kunden-Service

Für mehr Informationen zum Thema Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis stehen Ihnen unsere erfahrenen Kundenberater unter der Nummer 08233 / 23-4050 zur Verfügung.

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